Gelockerte Priors und das anarchische Gehirn
From the public record
Proposed by: Robin Carhart-Harris and Karl Friston
Psychedelika lockern die übergeordneten Annahmen des Gehirns und lassen untergeordnete generative Strukturen an die Oberfläche treten. Wiederkehrende Glyphen könnten gemeinsame Bausteine der visuellen Grammatik sein.
Das REBUS-Modell von Carhart-Harris und Friston betrachtet das Gehirn als eine Vorhersagemaschine, deren Top-down-Priors das Erleben normalerweise zu etwas Gewöhnlichem glätten. Lockert man diese Priors, kommen tiefere Schichten des generativen Modells zum Vorschein. Da menschliche visuelle Systeme eine gemeinsame Architektur aufweisen, erwartet diese Lesart eine beobachterübergreifende Ähnlichkeit ohne jeglichen externen Kanal, und sie legt nahe, dass die interessante Messung dort liegt, wo das berichtete Detail die architektonische Erwartung übersteigt.
Source: REBUS and the Anarchic Brain (2019) (academic)
Tags: predictive-processing, neuroscience